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August 2019 // PACKAGING SYSTEMS

Praxistest im Weinkeller mit Bravour bestanden

Sehr zufrieden mit den Testergebnissen: Martin Heiden vom Weingut Heiden aus Brauneberg.
Winzer überzeugt vom Schütz Wine-Store-Age IBC

Selters (hds).- Fünf Anbaugebiete – neun Weingüter – über 20 Weine: Die ersten Ergebnisse der Praxistests zum Weinausbau mit dem Schütz Wine-Store-Age IBC durch erfahrene Winzer aus deutschen Traditionsbetrieben liegen den Projektverantwortlichen in Selters vor. Weitere Resümees gehen derzeit sukzessive ein – darunter auch das eines Betriebs in Österreich. Erfreulich: Die bisher eingereichten Berichte und Beurteilungen der Profis fielen durchweg äußerst positiv aus! Die meisten Weine sind mittlerweile bereits abgefüllt und an passionierte Weintrinker im In- und Ausland verkauft.

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  • Sehr zufrieden mit den Testergebnissen: Martin Heiden vom Weingut Heiden aus Brauneberg.
  • Eine echte Alternative für Reifung und Lagerung des Rebensafts: der Wine-Store-Age IBC von Schütz.
  • Dank Security-Layer Technology, bei der gleichzeitig bis zu sechs Funktionsschichten extrudiert werden können, sind die edlen Tropfen bestens geschützt.
  • Der Wine-Store-Age IBC von Schütz überzeugte auch die Winzer im Praxistest.
  • Der Wine-Store-Age IBC von Schütz überzeugte auch die Winzer im Praxistest.



Praxistest im Weinkeller mit Bravour bestanden

Winzer überzeugt vom Schütz Wine-Store-Age IBC

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Optimal für die Weinherstellung: Wine-Store-Age IBC

 

Ganz wesentlich für die von Schütz mit dem Wine-Store-Age IBC gestartete Testreihe: Dieser IBC ist ein Modell der Schütz Foodcert-Linie und daher nach der derzeit höchsten Lebensmittel Industrienorm FSSC 22000 zertifiziert. Er verfügt über eine EVOH-Permeationsbarriere gegen das Ein- und Austreten von Sauerstoff, Stickstoff und anderen Gasen. Dank der so ermöglichten kontrollierten Sauerstoffzufuhr ist der Wine-Store-Age IBC optimal bei der Weinherstellung einzusetzen – sei es bei der Most- oder Maische-Gärung, beim weiteren Ausbau, der anschließenden Reifung, der Lagerung oder dem Transport von Traubenmost, Jungwein oder fertigem Wein. Schon vor drei Jahren wurde dies eingehend im Rahmen von Tests durch Experten des Australian Wine Research Institute für in Downunder angebaute Rotwein-Sorten bestätigt. Auch in Deutschland verliefen Untersuchungen im Fachbereich Oenologie der weltweit anerkannten Universität Geisenheim im Zeitraum 2016/17 mit repräsentativ ausgewählten Rheingauer Rieslingen positiv. Neben den guten Ausbauergebnissen verfügt dieser spezielle Behälter über einen weiteren bedeutsamen Vorteil für Winzer und Weingüter: Gegenüber konventionellen Behältern sparen die Betriebe Lagerfläche, was gerade bei Traditionsweingütern inmitten gewachsener Weinbauorte sehr willkommen ist. Zudem wird die Logistik erleichtert und die Kosten innerhalb ihrer Supply Chain werden gesenkt.

 

Um näher an die Praxis der Winzer heranzurücken und auch deren Urteil einzuholen, stellte Schütz im vergangenen Jahr in einem Mailing an deutsche und österreichische Weinbaubetriebe die entscheidende Frage: „Reif für eine neue Lösung?“ Damit forderte das global agierende Verpackungsunternehmen zur Teilnahme an einem IBC-Test beim Ausbau des Weinjahrgangs 2018 auf. Zahlreiche innovationsorientierte und experimentierfreudige Winzer aus verschiedenen Anbaugebieten bekundeten ihr Interesse und bewarben sich. Die final ausgewählten Betriebe starteten nach einer außergewöhnlich frühen Ernte im Herbst 2018 mit dem Ausbau einzelner Partien dieses „Jahrhundert-Jahrgangs“, der dank des heißen Sommers in den Weinbergen herangereift war.

 

Testweingut in der ältesten Weinbauregion Deutschlands

 

Natürlich durfte bei einem solch breit angelegten Testverfahren ein Weingut von der Mosel nicht fehlen. Der dort erzeugte Wein gehört bereits seit dem 19. Jahrhundert zu den meistgeschätzten und kostbarsten der Welt. Schon für die Römer war diese Gegend ein perfektes Weinanbaugebiet. Heute knüpfen nicht wenige passionierte Winzer an diese große Weinbautradition an. Unter schwierigen Bedingungen und großem manuellen Aufwand entlocken sie dem Terroir einzigartigen Moselwein. Kein leichtes Unterfangen, denn die Lagen an der Mosel zeichnen sich aus durch terrassierte Hänge mit unzähligen Kurven und teils extremer Steillage. Besonders prägend für den Wein von der Mosel ist die Bodenbeschaffenheit: Die Schieferböden speichern tagsüber die Wärme, geben sie nachts wieder ab und sorgen für einen einzigartigen mineralischen Geschmack im Wein. Auch der Fluss selbst trägt regulierend zum Klima der Umgebung bei.

 

Der Testwein von Martin Heiden, Weingut Heiden aus Brauneberg, war – wie könnte es an der Mosel auch anders sein – ein Riesling! Ausgangssituation: Der 2018er Brauneberger Klostergarten sollte zu einem trockenen, fruchtigen Weißwein für die Kunden des Traditionsweinguts heranreifen, das sich besonders auf beachtenswerte Schaumweine spezialisiert hat, regelmäßig bei Prämierungen ausgezeichnet wird und als Hauptrebsorten Riesling, Gewürztraminer Weiß- und Grauburgunder anbaut. Die Erzeugung bester Qualität – so lautet die Philosophie des Weinguts Heiden. Tradition und Moderne sind hierbei die Schlagwörter, die es zu verbinden gilt – eine gute Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Schütz, denn auch der Verpackungsspezialist lebt nach dieser Maxime. Diese Überzeugung findet sich dem „Partnerbetrieb Naturschutz des Landes Rheinland-Pfalz“ im Weinberg und auch im Weinkeller wieder. Zum Qualitätsverständnis zählen aber auch die naturschonende Herstellung und Bewirtschaftung der Weinberge und Böden.

 

Die Voraussetzungen für den Schütz-Test stimmten: bestes und gesundes Lesegut, genau passend für einen frischen und trockenen Qualitätswein. Die Weinlese erfolgte am 23. September 2018 bei trockenem und kühlem Wetter. Stolze Ausbeute: 3.000 Liter Rieslingmost. 1.000 Liter wurden unmittelbar nach Kelterung in den Wine-Store-Age IBC verbracht zur Klärung mittels Sedimentation. Die übrigen 2.000 Liter wurden als Vergleichsproben in ein moseltypisches Eichen-Fuder-Fass sowie einen Edelstahl-Tank gefüllt.

 

Wein aus dem IBC: sensorisch „hervorragend“ – mit ausgeprägter Fruchtnote

 

Als „spannend“ wertete Heiden das Klärungsverhalten: Der Abstich im Eichenfass erfolgte bereits nach 12 Stunden (völlig blanker Wein), im Schütz IBC nach 24 Stunden (ebenfalls völlig blank). Zur gleichen Zeit zeigte sich im Edelstahl-Tank jedoch ein schlechteres Klärungsergebnis als im IBC. Heiden: „Der Wein war ein absoluter ‚Schnellgärer‘. Wir haben über zwei Tage mit Kühltechnik eingegriffen, um die Gärung zu verlangsamen. Als kleines Familienweingut arbeiten wir handwerklich und ohne laufende labortechnische Überwachung der Weine. Wir haben den Gärverlauf per Gärkurve verfolgt und erst im Zielzustand die exakten analytischen Werte erfasst. Sie waren bei allen drei Proben nahezu identisch.“ Zwischen den verschiedenen Gebinden stellte Heiden während des Gärverlaufs sensorisch keine signifikanten Unterschiede fest. Das erzielte Ergebnis wertet er als sehr gut. Die Weine wurden in einer Blindprobe mehrfach verkostet. Schlussendlich hat sich der im IBC vergorene Wein gegenüber dem Eichenfass durchgesetzt, da er eine stärker ausgeprägte Fruchtnote hatte, die alle Tester favorisierten.

 

Heiden: „Wir sind sehr positiv überrascht vom Schütz Wine-Store-Age IBC. Besonders gut gefällt uns das leichte Handling – viel besser als beim Edelstahl-Tank. Hinzu kommt eine schnelle und hygienische Reinigung, bei der wir im Gegensatz zum Holzfass 25 Minuten schneller fertig waren. In diesem Zusammenhang ist die große Tankdeckelöffnung sehr vorteilhaft.“ Neben dem Riesling hat Heiden zwölf weitere Partien zur Sedimentation durch diesen IBC geführt – das Ergebnis war immer sehr gut. Mit den Resultaten ist der Moselwinzer mehr als zufrieden: „Mir hat der Versuch sehr gut gefallen. Ich werde zukünftig stärker auf diese IBC-Art setzen!“